Das HTP Motorsport-Team hat eine außergewöhnliche Belastungsprobe für Mensch und Maschine bestanden und ist beim 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nürburgring-Nordschleife als Siebter ins Ziel gekommen. Bei dem Langstreckenklassiker, der als größtes Autorennen der Welt bezeichnet wird, steuerten Harold Primat, Maximilian Götz, Kenneth Heyer und Roland Rehfeld den Mercedes-Benz SLS-Flügeltürer für die Mannschaft aus Saarbrücken-Ensheim durch die „grüne Hölle“.

Anschließend zog HTP-Motorsport-Teamchef Norbert Brückner ein positives Fazit: „Das gesamte Team hat einen hervorragenden Job gemacht, der siebte Platz ist ein verdienter Lohn dafür. Ein großes Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben. Es war ein extrem spannendes und anstrengendes Rennen und wie immer ein absolutes Highlight.“

Nach einem Jahr Pause war HTP Motorsport hochmotiviert zur Nordschleife zurückgekehrt, um an den erfolgreichen Auftritt von 2012 anzuknüpfen: Damals hatten die Saarländer Platz drei eingefahren und dabei sogar bis unmittelbar vor Rennende den Sieg vor Augen gehabt.

Am Freitagnachmittag hatte der 39-jährige Schweizer Primat mit seiner schnellsten Rundenzeit von 8:20.568 Minuten erst einmal Startplatz 21 für das Mercedes-Quartett eingefahren.

Im Warm-up am Samstagmorgen konnten die Teams von 8.30 bis 9.30 Uhr auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife die finalen Abstimmungen an ihren Fahrzeugen vornehmen.

Am Nachmittag um 16.00 wurde dann die 42. Auflage des 24-Stunden-Rennens in der Eifel gestartet. Bereits in den ersten Rennstunden bekamen die vielen Zuschauer rund um die Strecke jede Menge Action und zahlreiche teils spektakuläre Zwischenfälle geboten. Drei Unfälle in der packenden Startphase blieben Dank der hohen Sicherheitsstandards in den eingesetzten Sport- und Tourenwagen ohne Personenschäden.

Nach einer ereignisreichen Nacht ging um 5:19 Uhr in der Eifel die Sonne auf und hüllte die Nürburgring-Nordschleife in eine romantische Stimmung. Unverändert spannend verlief der Kampf an der Spitze des Feldes. 30 Mal wechselte in den ersten 15 Rennstunden die Führung. Wegen Missachtung von Flaggen-Signalen erhielt der HTP-SLS zwischenzeitlich wie viele andere Konkurrenten auch eine Zeitstrafe von 3.32 Minuten.

Gegen 11.30 Uhr übergab Heyer den SLS an Götz und berichtete: “Es läuft super für uns, wir sind voll im Plan. Die Strecke ist allerdings sehr verschmutzt, und die Bedingungen deshalb tricky.” In der Folge blieb der Mercedes mit der Startnummer 15 schließlich von größeren Problemen weitestgehend verschont und überquerte nach 156 absolvierten Runden als Siebter die Ziellinie.
Bereits am kommenden Wochenende ist HTP Motorsport wieder im Rahmen der Blancpain Endurance Series auf dem Circuit Paul Ricard (Frankreich, 28. bis 29. Juni) unterwegs.

(Quelle: Bericht & Bilder HTP Motorsport)