Hockenheim, 29. September:
Großer Frust und riesige Enttäuschung: Titelverteidiger Maximilian Götz hat wegen eines technischen Defekts im allerletzten Saisonrennen die erfolgreiche Titelverteidigung im ADAC GT Masters verpasst. Beim packenden Saisonfinale auf dem Hockenheimring musste sein Polarweiss-Racing-Teamkollege Maximilian Buhk den SLS AMG GT3 am Sonntag leider vorzeitig abstellen. Zuvor hatte das Mercedes-Duo, das am Samstag Platz zwei belegt hatte, eindeutig auf Titelkurs gelegen.

 

„Wir haben ein Problem mit der Motorentemperatur gehabt und sind ausgefallen. Das ist traurig und unglaublich schade. Ich könnte einfach nur weinen“, sagte ein enttäuschter Götz im Live-Interview mit dem Fernsehsender Kabel eins.

Unmittelbar vor dem Ausfall hatte der ehemalige Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug den „jungen Sternen“ noch ein großes Lob gezollt: „Die beiden Jungs machen richtig Freude. Das Kundensportprogramm von Mercedes läuft wie geschmiert, das freut mich total.“

Dabei hatte das Finalwochenende gut begonnen. Im ersten freien Training am Freitagmorgen legten Götz und Buhk im SLS-Flügeltürer los wie die Feuerwehr. Die Tabellenzweiten setzten mit einer Rundenzeit von 1:40,083 Minuten die erste Bestzeit und lagen damit nach 60 Minuten immerhin 0,344 Sekunden vor René Rast/Christopher Mies im Audi R8. In der zweiten Trainingssitzung am Mittag fuhr das Duo auf Platz vier (1:40.607 Minuten).

Für das Qualifying am Nachmittag hatte sich das Polarweiss-Racing-Duo einiges vorgenommen. Beide Mercedes-Piloten zeigten eine sehr gute Performance und sicherten  sich jeweils mit dem zweiten Platz im starken und ausgeglichen besetzten 27-köpfigen Fahrerfeld hervorragende Ausgangspositionen für die beiden abschließenden Wertungsläufe am Samstag und Sonntag.

Vor dem Samstagsrennen äußerte sich Götz im exklusiven Live-Interview mit Fernsehpartner Kabel eins zuversichtlich: „Die Ausgangslage ist mit Platz zwei für den vorletzten Saisonlauf ganz gut. Aber es wird ein sehr hartes Rennen. Wir werden versuchen das Maximale herauszuholen.“

Bei optimalen äußeren Bedingungen erwischte der Uffenheimer einen sehr ordentlichen Start und behauptete zunächst Platz zwei. Allerdings wurde das Rennen bereits in der Auftaktrunde wegen eines spektakulären Unfalls im Hinterfeld mit der roten Flagge abgebrochen. Nach einer 45-minütigen Unterbrechung wurde der Restart hinter dem Safety-Car durchgeführt und das Rennen mit einer verkürzten Dauer von 40 Minuten neu gestartet. Götz blieb aufmerksam und verteidigte Platz zwei. Als Zweiter kam er zum Fahrerwechsel in die Box. Nach einem sicheren Stopp kehrte Buhk an zweiter Stelle auf die Strecke zurück und verteidigte diese Position souverän bis ins Ziel. Damit verkürzten Götz und Buhk den Rückstand auf die Führenden in der Fahrerwertung von 14 auf sechs Punkte.

Am Sonntagmorgen starteten Götz und Buhk nervenstark in den letzten Renntag der ADAC GT Masters-Saison 2013. Im Warm-Up setzten die Tabellenzweiten im Mercedes Benz SLS AMG GT3 die Bestzeit (1:40,169 Min.) vor dem Porsche 911 GT3 R von Martin Ragginger und Robert Renauer. Unmittelbar vor dem Rennstart stellte Götz die Marschrichtung klar: „Wir müssen am Start vorne bleiben. Für uns zählt heute nur der Sieg.“

Am Start konnte Buhk zunächst Rang zwei behaupten. Allerdings kam es bereits in der Auftaktrunde zu einem folgenschweren Zwischenfall: Hinter Buhk wurde der Meisterschaftsführende Daniel Keilwitz in der Corvette gedreht und bis ans Ende des Feldes durchgereicht. Während sich Keilwitz anschließend von hinten durch das Feld nach vorne kämpfte, versuchte Buhk Fehler zu vermeiden. Dann plötzlich der Schock: Rauchentwicklung am Mercedes und das bittere Aus für Götz und Buhk.

Götz verpasste damit nur hauchdünn, als erster Fahrer die Meisterschaft im ADAC GT Masters erfolgreich zu verteidigen. Trotz des verpassten Novums darf sich der hochdekorierte Rennfahrer über eine sehr erfolgreiche Saison freuen: Neben dem dritten Platz in der ADAC-Gesamtwertung wurde Götz Zweiter in der Blancpain-Endurance-Serie und sammelte darüber hinaus auf dem Lausitzring bei seinem ersten DTM-Test Erfahrungen in einer AMG C-Klasse. Im Rahmen der Langstreckenserie bleiben sicher die beiden Einzelsiege bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps und bei den 1000km auf dem Nürburgring in besonderer Erinnerung.

(Quelle: www.maxi-götz.de)