World Challenge Baku.

Was ist das schon wieder für ein Wochenende. Nach dem Max2 vor zwei Wochen in Zolder ihren dritten Saisonsieg feiern konnten, reiste Maxi mit 27 Punkten Vorsprung, bei noch 34 zu vergebenen in Baku an. Man sollte meinen, alles in trockenen Tüchern oder auf österreichisch "a gmade Wiesn".

Doch trotzdem mussten die Nerven wieder einmal so einiges aushalten.  Angefangen gestern mit dem ersten freien Training am Samstag, wo sich Max einen guten 6. Platz heraus fuhr. Danach im zweiten Training der "kleine" Dämpfer. Maxi Buhk übernahm das Auto, konnte jedoch nicht mehr als einen 19. Platz herausholen. Auch die Rundenzeiten waren alles andere als Nennenswert. Doch ein Blick ins Internet.....in Baku regnete es zu der Zeit. Das beruhigte die Nerven dann doch einigermaßen. Zum Ende des Trainings übernahm Maxi nochmal das Steuer, konnte sich zwar auf den 14. Platz verbessern, jedoch sind das eigentlich nicht die Platzierungen über die sich die beiden freuen können. Am Nachmittag fand dann die Quali statt. Wie am Morgen fuhr Maxi den ersten Teil und konnte nach 10 Runden, Platz 4 vermelden. Für Maximilian Buhk lief das ganze im Gegensatz zum Vormittag ebenfalls um einiges besser und er sicherte sich den 6. Platz. Gleich darauf übernahm Maxi wieder das Steuer zum Best 15 Shootout, in dem die endgültige Staraufstellung für das Qualifikationsrennen ermittelt wird. Maxi konnte sich zwar auf die 7. Startposition stellen, allerdings war der Grasser Lamborghini, der einzige der ihm den Titel noch nehmen konnte vier Plätze vor ihm. Nichts desto Trotz ein gutes Ergebnis, vor allem da eben dieser Lamborghini "nur" auf Platz drei stand und somit bereits den ersten aufzuholenden Punkt, für die Pole verschenkte. Langsam begann das Rechenspiel, zumindest bei mir. Jetzt waren nur noch 33 Punkte zu vergeben und der Vorsprung betrug ja immer noch 27.

Sonntag, 06:15
Start zum Qualifikationsrennen in Baku (Ortszeit 09:15). Den ersten Teil des Rennens fährt Maxi Buhk. Und in gewohnter Manier lief der Start wieder ziemlich gut. Er konnte sich aus allem Gedrängel raus halten und kam nach der ersten Runde, hinter dem Safety Car auf der 7. Position zurück über Start und Ziel. Das Safety Car musste deswegen raus, weil es in den engen Straßen von Baku gleich in der 4-5 Kurve heftig gekracht hatte, wobei ein BMW Z4 und leider auch einer der drei HTP Mercedes einschlugen und das Rennen vorzeitig beenden mussten. Nach einigen Runden bog das Safety Car in die Boxengasse ab und das Rennen startete neu. Buhk machte gleich darauf einen Platz gut und konnte sich nur eine Runde später auch den 5. Platz erkämpfen. Bleekemolen im Lamborghini war unterdessen immer noch auf Zwischenplatz 3. Die Freude über den gewonnenen Platz hielt leider nicht lange an. Buhk war in einer 90 Grad Kurve ein bisschen zu schnell unterwegs und machte Bekanntschaft mit einer Aserbaidschanischen Wand. Dieser leichte Streifer reichte, das ihm der halbe Heckflügel wegflog, was zur Folge hatte, das das Auto gerade in schnellen Kurven nur mehr sehr schwer auf der Strecke zu halten war. Durch die vorangegangene Safety Car Phase war das Rennen zu dem Zeitpunkt bereits kurz vor den Pflichtboxenstops mit Fahrerwechsel. So konnte Buhk nach einer weiteren Runde gleich als erster in die Box kommen und das Auto an Maxi übergeben. Das Auto schien allerdings Unfahrbar zu sein und Maxi hatte mit sich und dem SLS mehr zu kämpfen als mit den Gegnern auf der Piste. Im Gegenteil, anstatt sich nach vorne orientieren zu können und sich ein Finish mit Bleekemolen zu liefern, verlor er sogar noch zwei Plätze und drehte auf Platz neun seine Runden. Doch wie es immer wieder gesagt wird "Im Rennsport kann immer alles passieren" und genau so war es auch dieses mal. Wenige Runden vor Schluss tauchte der Grasser Lamborghini mit deutlich verformter Front im Fernsehbild auf. Zwei Runden später die Entscheidung. Die Rennleitung entschied das es zu Gefährlich sei mit der hängen Front weiter zu fahren und beorderte das Team Grasser in die Box zur Reparatur. Das war die endgültige Entscheidung. Hari Prozyk und Jereom Bleekemolen fielen durch den zusätzlichen Stopp auf den 15. Rang zurück und konnten somit nicht mehr Punkten. Da im Hauptrennen für den Sieg 25 Punkte angeschrieben werden, war alles unter Dach und Fach und die Platzierung von Maxi im Prinzip auch egal. ER HAT ES GESCHAFFT. Nach dem Meistertitel 2012 im ADAC GT Masters ist es der zweite Titel innerhalb von drei Jahren.


Das Hauptrennen startete dann um elf Uhr. Dieses war aber eben Gott sei Dank für die Fahrertitel-Entscheidung unwichtig. In dem Rennen ging es aber noch um den Titel der Gesamtwertung, die zu diesem Zeitpunkt noch Maximilian Buhk anführte bzw. um die Teamwertung, in der HTP Motorsport voran lag. Leider war in Runde zwei bereits Schluss. Ein meiner Meinung nach Übermotivierter Rene Rast wollte in der Spitzkehre auf biegen und brechen an Maxi vorbei. Für mich insofern Unverständlich, da er das bei weiten schnellere Auto hatte und in den folgenden Runden wahrscheinlich sowieso vorbei gegangen wäre. Aber so drücke er Maxi in die Wand und alle Titelhoffnungen ins aus. Rast konnte das Rennen zwar selbst auch nicht fortführen, aber ohne Gegenwehr konnte sich sein Team WRT den Team-Meistertitel und sein Kollege Vanthoor  den Meistertitel in der Gesamtwertung holen.
Schade, aber zumindest WIR können mit MAXI seinen Titel feiern und werden das in knapp drei Wochen auch ausgiebig machen.